Für Kunstsammler ist ihre Sammlung ein wertvolles Gut. Die meisten Sammlungen sind über viele Jahre hinweg gewachsen und haben einen hohen ideellen und materiellen Wert. Eine Kunstversicherung ist für Sammler daher eine lohnenswerte Investition. Doch warum ist das so und welche Versicherungen gibt es?
Warum eine Kunstversicherung?
Eine Kunstversicherung schützt den Besitzer vor finanziellen Verlusten, die aufgrund von Schäden oder Verlusten an Kunstwerken entstehen können. Der größte Vorteil einer Kunstversicherung besteht darin, dass der Sammler eine finanzielle Absicherung erhält und somit seinen Schatz auch im schlimmsten Fall nicht verlieren wird.
Kunstversicherungen gibt es in verschiedenen Ausprägungen und für jeden Anspruch. So kann der Sammler beispielsweise eine Allgefahrenversicherung wählen, die ihn gegen alle möglichen Schadensfälle absichert. Eine solche Versicherung ist allerdings meist sehr teuer. Eine weitere Möglichkeit ist die Versicherung gegen bestimmte Risiken, wie beispielsweise Diebstahl oder Feuer. Auch hier gibt es wiederum unterschiedliche Varianten, von der Versicherung einzelner Kunstwerke bis hin zur Versicherung einer kompletten Sammlung.
Welche Schäden deckt die Kunstversicherung?
Eine Kunstversicherung kann unterschiedliche Schäden abdecken. Dazu gehören unter anderem:
– Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel
– Einbruchdiebstahl oder Raub
– Vandalismus
– Bruch und Beschädigung von Kunstwerken
– Transportschäden
Gerade beim Thema Transportschäden ist Vorsicht geboten. Wer seine Sammlung beispielsweise auf einer Auktion erwirbt und selbst abholt, sollte besonders vorsichtig sein. Auch ein Transport zum Restaurator oder in eine Ausstellung kann mit vielen Gefahren verbunden sein. Eine Versicherung gegen Transportschäden ist daher für viele Sammler unverzichtbar.
Was kostet eine Kunstversicherung?
Die Kosten für eine Kunstversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind beispielsweise der Wert der Sammlung, der Standort des Sammlers und das versicherte Risiko. Eine Allgefahrenversicherung kann durchaus mehrere tausend Euro im Jahr kosten. Eine Teilversicherung gegen einzelne Risiken ist hingegen deutlich günstiger.
Wer eine Kunstversicherung abschließen möchte, sollte sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen. Versicherungsmakler mit Erfahrung im Bereich der Kunstversicherung können die individuellen Bedürfnisse des Sammlers am besten einschätzen und eine passende Versicherung empfehlen.
Meine Kunst versichern – Weitere Tipps zur Absicherung der Kunstsammlung
Neben der Kunstversicherung gibt es noch weitere Möglichkeiten, um die eigene Kunstsammlung abzusichern. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die regelmäßige Inventur der Sammlung. Hierbei sollten nicht nur der Wert, sondern auch der Zustand der Kunstwerke festgehalten werden. Eine möglichst genaue Dokumentation kann im Schadensfall den Wert des beschädigten Kunstwerks belegen.
Eine weitere Maßnahme zur Absicherung der Kunstsammlung ist die richtige Lagerung. Wer seine Kunstwerke zuhause aufbewahrt, sollte darauf achten, dass sie vor Feuer und Einbruch geschützt sind. Auch eine Klimatisierung kann bei empfindlichen Kunstwerken sinnvoll sein. Wer seine Sammlung in einer externen Lagerhalle aufbewahrt, sollte auf eine sichere und gut geschützte Aufbewahrung achten.
Eine letzte Möglichkeit zur Absicherung der Kunstsammlung ist die Markierung der Kunstwerke. Durch eine individuelle Markierung oder Codierung lässt sich das Eigentum an einem Kunstwerk eindeutig belegen. Im Falle eines Diebstahls kann die Markierung dazu beitragen, das gestohlene Kunstwerk zu identifizieren und zurückzuführen.
Fazit
Wer eine Kunstsammlung besitzt, sollte diese unbedingt absichern. Eine Kunstversicherung ist die beste Möglichkeit, um sich vor finanziellen Verlusten bei Schäden oder Diebstahl zu schützen. Doch auch durch regelmäßige Inventuren, sichere Lagerung und Markierung lassen sich Werte erhalten und Verluste minimieren.